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Bartoknal Vendegsegben

Zu Gast bei Freunden-Maglod/Ungarn

Ganz im Zeichen des internationalen Lagers der Jugendfeuerwehren fand vom 28.07-09.08.2010 das diesjährige Lager statt. Gezeichnet von elf anstrengenden Tagen traf unsere Gruppe unter der Leitung unseres Jugendwartes Frank Dick am Montag 09.08 in den frühen Morgenstunden wieder wohlbehalten zu Hause an.

Das Lager, das alle vier Jahre stattfindet stand diesmal ganz im Zeichen von Europa und der EU. So hatte jede beteiligte Gruppe die Aufgabe ein Teilnehmer-Land darzustellen. Unser Los traf auf Griechenland – wenn schon unser Kämmerer in Sipplingen manche schlaflose Nächte wegen der Finanzen hat – was machen dann elf Millionen Griechen?
Maglod in Ungarn war das Ziel, hervorragend organisiert von unseren Freunden des dortigen Kat-Schutzes, zu welchen der Landesverband seit Jahren ein freundschaftliches Verhältnis pflegt. Nicht nur der Landesverband lässt sich hier nicht lumpen – auch unsere Jugendlichen standen hier im wahrsten Sinne des Wortes ihren Mann. Durchschnittlich mindestens 50 E-Mails der weiblichen ungarischen Damenwelt insbesondere an unsere Burschen in Sipplingen legen Zeugnis dieses geschichtsträchtigen Treffens ab!


Aber Spaß beiseite, es wurde auch ernsthaft im Lager gearbeitet und ein strenges Programm durchgeführt. So stand nicht nur ein Besuch des ungarischen Parlamentes und des Felsenkrankenhauses in Budapest auf dem Plan – auch ein Besuch in der Puszta mit ihren sagenhaften Reitern-Spielen war obligatorisch Neben der Lagerolympiade standen ein ungarischer und ein deutscher Tag weiter im Lagerprogramm festgeschrieben. Unsere ungarischen Freunde legten sich hierzu mächtig ins Zeug. So gab es nicht nur Vorführungen von Folkloretanz-Gruppen, welche musikalisch das Leben in der ehemaligen K.u.K.Monarchie darstellten. Auch ein weiterer, nicht nur optischer Leckerbissen gab es – den Auftritt der Dance do Majorette Maglod – amtierender ungarischer Meister und seit diesem Jahr Europa-Meister der Tanzformation Majorette. Sapperlot-Hochleistungssport auf höchstem Niveau. Als Sahnehäubchen – wie kann es nicht anders sein- Auszug aus dem Zarewitsch – in originalen Kostümen. Formidabel. Bei so viel Kunst und Kultur, bleibt auch der Hunger und Durst nicht fern. Verschiedene Volksgruppen-Banater-Schwaben-Slowaken-Magyaren gaben einen Einblick in das Leben des ungarischen Volkes – Hier konnte man nach Herzenslust töpfern Trachten nähen-Kochen – ungarischen Schmuck basteln und dergleichen weiteres. Auch sportlich und fachlich mit Kat-Schutzübungen und dergleichen ging es im Lager weiter, so wurden unsere Jugendlichen Vize-Meister beim Fußball und belegten den ersten Platz bei den Rettungsübungen.

Nach so viel Lagerleben, bei durchgehend 40 C. jeden Tag und Sonnenschein von morgens bis abends musste auch einmal eine Grundreinigung sein. So verschlug es uns in die Thermen in Budapest. Wohlig warmes Wasser sorgten nicht nur für eine Regeneration der Bandscheibe unseres Jugendwartes. Einfach Relaxen und Entspannung der viel zu kurzen Nächten war Pflicht für das Finale, dem Ende des Lagers. Der bunte Abend gehört hier einfach dazu. Wie gewohnt, jede Gruppe musste sich hierzu etwas einfallen lassen. Leider war der gespielte Sketch unserer Jugendlichen Opfer der Technik geworden. Schade. Aber die Traurigkeit war nur von kurzer Dauer.

Ein kleines Dankeschön geht nicht nur an unsere Eltern, die uns mitfahren ließen, auch ein herzliches Vergelts Gott an unsere Betreuer, die für uns ihre Freizeit opferten.